Austria Wien lag gegen Innsbruck 0:2 zurück, kam aber in der 93. Minute noch zum Ausgleich. Innsbruck-Trainer Walter Kogler wurde auf die Tribüne verbannt, weil er nach einem umstrittenen Elferpfiff mit Geldscheinen winkte.
"Dieses Spiel war ganz schwer zu gewinnen, weil der Schiedsrichter eingegriffen und es stark beeinflusst hat", schimpfte der frustrierte Wacker-Coach Walter Kogler nach dem Spiel. In der 91. Minute wurde er von Schiedsrichter Ouschan auf die Tribüne verbannt. Dem Ausschluss ging ein ungerechtfertigter Handelfmeter voraus. Kogler hatte mit Geldscheinen in der Hand diese Entscheidung gestikuliert und lautstark kritisiert.
Er, Kogler, habe dem Schiedsrichter nur gesagt, dass seine Leistung zum Schämen sei. Dafür hatte Ouschan seinen Kritiker in den Zuschauerraum geschickt. Ouschan war vom vierten Mann via Headset gerufen worden und hatte Barazite deshalb beim Anlauf zum Elfer zurückgepfiffen.
Peter Hackmair, der sein erstes Tor seit dem 1:0-Sieg als Ried-Spieler am 8. August 2010 in Wien gegen Austria erzielt hatte, empfand alles "wie einen schlechten Film".
Hackmair (15.) und Schütz (30.) erzielten die Treffer für die Tiroler. Lange schien für die Austria nicht mehr als der Ehrentreffer durch Liendl (54.) drin zu sein, zumal Barazite in der 91. Minute einen Elfmeter vergab. Doch Junuzovic gelang in der 93. Minute noch der letztlich verdiente Ausgleich, womit die Austria nach der Partie gegen Alkmaar am Donnerstag wieder ein 0:2 in ein 2:2 verwandelte.
Dennoch wäre sie fast als Verlierer vom Platz gegangen: Ein Freistoß von Ildiz in der 95. Minute sprang von der Stange wieder ins Feld zurück. Diese Aktion sah Wacker-Trainer Kogler wegen Schiedsrichter-Kritik nur noch von der Tribüne aus.