Bundesliga - 6. Runde: SK Sturm Graz - FC Admira 3:2 (2:0) Red Bull Salzburg - SC Wr. Neustadt 1:1 (1:1) Austria Wien - Wacker Innsbruck 2:0 (1:0) SV Mattersburg - SV Ried 2:1 (2:0) WAC - Rapid Wien 1:0 (1:0) <--
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08.Runde

in > ERSTE LIGA < 24.09.2011 06:52
von printmaster • Admin | 1.755 Beiträge

Der WAC, der nun schon seit dem 4. März (1:2 gegen FC Lustenau) bzw. zehn Runden (sechs Siege, vier Remis) zu Hause ungeschlagen ist, agierte von Beginn an sehr bemüht. Zwingende Chancen blieben aber vorerst aus, auch weil die in Hälfte eins ganz auf Konter ausgerichtete Vienna in der Abwehr sehr aggressiv agierte. Erst Stephan Stückler brach nach Kerhe-Stanglpass mit seinem fünften Saisontreffer den Bann (38.).

Danach verabsäumten es die Hausherren, die Vorentscheidung zu erzwingen, weil sie im Abschluss zu fahrlässig agierten. So landete ein Jacobo-Schuss an der Stange (64.), und Falk scheiterte aus kurzer Distanz an Traby (75.). Im Gegenzug fiel dann das 1:1, nach Salvatore-Flanke war Matthias Hattenberger mit dem Kopf zur Stelle. Und nach einem Strafraum-Foul von Jovanovic an Kröpfl (85.) schien schon alles auf den ersten Auswärtssieg der Vienna seit dem 15. April hinzudeuten.

Denn Christoph Mattes erzielte aus dem Strafstoß die Führung für die Döblinger, nachdem der Penalty-Verursacher mit Gelb-Rot vorzeitig unter die Dusche geschickt worden war. Doch nach einem Freistoß von Zakany besorgte Christian Falk per Kopf noch den Ausgleich. Es war der bereits sechste Treffer des Torjägers und Führenden der Schützenliste.

Austria Lustenau patzt gegen FC

Austria Lustenau konnte im Derby gegen den FC Lustenau den WAC-Ausrutscher nicht zum Sprung an die Spitze nützen können. Im Gegenteil, der Cup-Finalist ging im Lustenauer Derby vor 6.500 Zuschauern beim FC völlig verdient 1:3 (0:1) unter und büßte mit der ersten Saisonniederlage sogar einen Punkt auf die Wolfsberger ein. Die Austria aus Vorarlberg musste erstmals seit dem "legendären" 3:5 am 20. Mai bei der Admira bzw. acht Spielen eine Liga-Niederlage zur Kenntnis nehmen.

Der FC Lustenau, der zuvor in zwölf Heimspielen nur einen einzigen Sieg gefeiert hatte, war als Tabellenvorletzter und nach zuletzt drei Derby-Niederlagen en suite als ganz klarer Außenseiter in das Match gegangen, machte aber von Beginn weg das Spiel gegen eine überheblich wirkende Austria, die erst in Minute 63 erstmals aufs Tor schoss. Beim 1:0 nützte David Witteveen einen Abstauber, nachdem Schlussmann Kofler einen Vanderhoegt-Kopfball zu kurz abgewehrt hatte (25.).

Auch danach blieb der FC am Drücker, wobei erst ein katastrophaler Querpass von Verteidiger Pöllhuber am eigenen Strafraum das 2:0 einleitete. Austria-Schlussmann Kofler stoppte den durchbrechenden Kofler per Notbremse, sah dafür aber nur Gelb (55.). Den fälligen Elfer verwertete Witteveen sicher (56.), nur zwei Minuten später erhöhte Florian Zellhofer nach einer blitzschnellen Kombination über Witteveen und Freitag auf 3:0.

Erst danach und damit viel zu spät wachte die Austria auf. Mehr als einen Pfostenschuss durch Stückler (83.) und den Ehrentreffer von Manuel Honeck (87./Kopf) brachte die halbstündige Sturm- und Drangphase des Aufstiegskandidaten aber auch nicht ein.

BW Linz schlägt Altach

Aufsteiger Blau-Weiß Linz hat die Altacher Erfolgsserie in fremden Stadien beendet. Die Oberösterreicher feierten dank Treffer von Swetosar Nikolow (48.) und David Poljanec (88.) einen 2:0-Sieg und fügten den Vorarlbergern damit die erste Auswärtsniederlage seit 1. April zu. BW Linz schaffte mit dem zweiten Sieg in Serie den Sprung ins Tabellenmittelfeld, Aufstiegsaspirant Altach fiel auf Rang vier zurück.

Die Gäste aus Altach hatten etwas mehr vom Spiel, die Linzer aber mehr und vor allem die klar besseren Chancen. Hassler bereitete Torhüter Kobras mit einem Kopfball viele Probleme (14.), Huspek (18.) und Hartl (24.) vergaben ebenso wie Nikolow, der nur die Stange (26.) traf. Die Vorarlberger prüften dagegen Blau-Weiß-Torhüter Wimleitner in der ersten Hälfte kein einziges Mal ernsthaft.

Hochverdient gingen die Linzer daher auch nach dem Seitenwechsel in Führung, als Nikolow vom Strafraum abzog (48.). Hassler hatte nach einer Stunde die Riesenchance auf das 2:0, ließ sich aber von Torhüter Kobras den Ball vom Fuß nehmen. Altach machte danach immer mehr Druck, doch die Linzer Defensive hielt. Und im Finish fixierte der kurz davor eingewechselte Poljanec den Endstand.

LASK-Triumph in Salzburg

Der LASK hat mit einem 3:0-(3:0)-Triumph in Grödig den Rückstand auf die Tabellenspitze verkürzt. Den Linzern blieben damit auch im fünften Auswärtsspiel der Saison (2 Siege/3 Remis) ungeschlagen. Mittelständler Grödig, der schon vor einer Woche bei BW Linz 0:3 verloren hatte, kassierte erst die dritte Heimniederlage in diesem Jahr nach dem 0:1 am 4. März gegen Altach und dem 1:2 am 12. Juli gegen Cup-Finalist Austria Lustenau.

Das Match war schon nach einer halben Stunde entschieden. Nach einem Wimmer-Einwurf, der von Aigner verlängert wurde, erzielte Harald Unverdorben aus der Drehung bereits in Minute sechs mit seinem vierten Saisontor die Gäste-Führung. Ein Fehlpass von Jukic leitete das 0:2 ein: Nach einem weiten Pass von Aigner wurde der Schuss von Daniel Kogler von Grödig-Verteidiger Taschwer, der schon beim ersten Tor schlechte Figur gemacht hatte, unhaltbar ins kurze Eck abgefälscht (15.). Florian Hart besorgte mit einem wuchtigen Freistoß aus knapp 30 Metern durch die Mauer die Vorentscheidung (31.).

Die Salzburger Gastgeber wachten erst nach der Pause auf, hatten aber kein Glück im Abschluss. So landete etwa ein Jukic-Schuss am Pfosten (67.).

Glückliche St. Pöltener

St. Pölten hat dank eines späten Treffers Schlusslicht Hartberg in einer niveauarmen Partie mit 1:0 (0:0) besiegt. Hartberg-Verteidiger Zivny verlängerte in der 88. Minute einen Brandl-Freistoß per Kopf ins eigene Tor. Mit dem glücklichen Sieg wahrte St. Pölten die weiße Weste gegen Hartberg: Die Niederösterreicher sind in der ersten Liga in acht Spielen gegen die Steirer weiter ohne Niederlage (fünf Siege, drei Remis).

In der ersten Hälfte sahen die rund 1.000 Fans auf dem Voithplatz keine einzige gute Tormöglichkeit, die erste nennenswerte Chance im Spiel ergab sich erst in der 56. Minute durch die Steirer. Es war eine, die man eine Hundertprozentige nennt, doch Schober verfehlte drei Meter vor dem leeren Tor eine ideale Hereingabe. Auf der anderen Seite klärte Rossmann nach einem Rödl-Kopfball auf der Linie. Als alle schon mit einer Punkteteilung rechneten, passierte Zivny das Missgeschick.
(APA)


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