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Benfica Lissabon ............. Portugal

in > VEREINE NATIONAL - INTERNATIONAL < 12.01.2012 17:27
von printmaster • Admin | 1.755 Beiträge

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Sport Lisboa e Benfica, so die offizielle Bezeichnung von Benfica Lissabon, gilt als erfolgreichster portugiesischer Klub aller Zeiten und erwarb sich daher zu Recht den Beinamen "Der Ruhmreiche". Außerdem besitzt der Hauptstadtklub in Portugal die mit Abstand größte Fangemeinde. Weltweit zählt Benfica Lissabon 14 Millionen Fans zu seinen Anhängern.

Der Traditionsverein, der in den 60er Jahren des vorigen Jahrhunderts dank der Klasse von Topstar Eusebio seine bislang besten Zeiten erlebte, hält bis heute an einem beeindruckenden Ritual fest. Bevor der Anpfiff zu den Heimspielen ertönt, lässt man einen Adler namens Vitória, Symbol und Wappentier des Klubs, über das Stadionrund kreisen. Am Ende seines Rundfluges landet Vitória stets auf dem Vereinswappen und lässt dieses für einen Moment "lebendig" erscheinen. Der Legende nach gewinnt Benfica sein Heimspiel immer dann, wenn der Greifvogel zwei Mal über das Stadion fliegt. Setzt er indes schon nach der ersten Runde zur Landung an, geht der Sieg an das Gästeteam.

Geburtsstunde einer Institution
Am 28. Februar 1904 traf sich eine Gruppe ehemaliger Schüler des Waisenhauses Real Casa Pía von Lissabon in den Ladenräumen einer Apotheke und beschloss die Gründung eines Fussballklubs, für den sie Rot und Weiß als Vereinsfarben und einen Adler als Wappentier (symbolisch für Unabhängigkeit, Ansehen und Edelmut) wählten. Zum Leitspruch des künftigen Vereins erklärten die Gründer den Grundsatz "E Pluribus Unum" (Einer für alle).

Der für mehrere Sportarten gegründete Klub mit soziokulturellem Hintergrund machte sich schon bald einen Namen als Vorreiter des modernen Leistungs- und Breitensports. Im Jahr 1919 war Benfica Lissabon der erste Verein auf der iberischen Halbinsel, der ein Fussballspiel unter Flutlicht austrug. In der Zeit zwischen den beiden Weltkriegen nahm der Beliebtheitsgrad von Benfica ständig zu. Mittlerweile betrieb der hauptstädtische Sportklub im ganzen Land und in den portugiesischen Kolonien insgesamt 41 Außenstellen.

Die Entstehung einer Legende
Nachdem Joaquim Bogalho das Amt des Vereinspräsidenten und Otto Gloria den Trainerposten bei Benfica Lissabon übernommen hatten, trat der Fussball des Traditionsklubs in eine neue Epoche seiner Entwicklung ein. Ihr Engagement für die Einführung moderner und professioneller Strukturen gipfelte im Jahr 1954 in der Einweihung eines neuen und schöneren Vereinsstadions, dem Estadio da Luz. In der gleichen Saison setzte Benfica einer vier Jahre andauernden Serie ein Ende, in deren Verlauf Lokalrivale Sporting Lissabon die portugiesische Meisterschaft nahezu nach Belieben beherrscht hatte. Und nur weitere drei Jahre später qualifizierte sich Benfica erstmals für die Teilnahme am Europapokal der Landesmeister.

Damals legten die Roten, wie die Benfica-Spieler von ihren Fans genannt werden, die Grundlage für das nachfolgende "goldene" Jahrzehnt, in dem das Estadio da Luz noch einmal umgebaut und erweitert wurde, um bis zu 80.000 Zuschauern die Möglichkeit zu bieten, die Heimspiele ihrer Mannschaft direkt im Stadion zu verfolgen. Unter dem ungarischen Trainer Bela Guttmann wurde Benfica zwei Mal in Folge (1960 und 1961) portugiesischer Meister und sicherte sich im Jahr 1961 auch zum ersten Mal den Titel im Europapokal der Landesmeister, nachdem man im Endspiel gegen den FC Barcelona mit 3:2 die Oberhand behalten hatte. Im Jahr darauf, als bereits kein Geringerer als Eusebio im Benfica-Team stand, konnten die Portugiesen ihren Titel in der europäischen Königsklasse erfolgreich verteidigen. In einem denkwürdigen Finale gegen Real Madrid gelang es ihnen, zwei Mal einen Rückstand wettzumachen und die Partie am Ende noch für sich zu entscheiden. Der Schwarze Panther, so der Spitzname von Eusebio, steuerte zum 5:3-Sieg seiner Mannschaft zwei Treffer bei und hatte damit einen wesentlichen Anteil an Benficas erstem Double-Gewinn. Danach folgten noch zwei Siege im Interkontinental-Pokal.

Nach jenem außergewöhnlichen Erfolg forderte Guttmann eine Gehaltserhöhung, die jedoch nicht nur abgelehnt wurde, sondern überdies zu seiner Entlassung führte. Daraufhin verließ der Ungar den Verein im Zorn mit den Worten: "In den nächsten 100 Jahren wird Benfica keinen einzigen europäischen Titel mehr gewinnen". Tatsächlich sollte sich jener Satz in der Folge als eine Art Fluch erweisen. Seither erreichte Benfica zwar fünf Mal das Finale um Europas Vereinskrone, konnte aber kein einziges mehr gewinnen.

In den 70er Jahren überwogen die Erfolge auf nationaler Ebene. Neben zwei Siegen in der Taça, dem portugiesischen Pokalwettbewerb, holte Benfica sechs weitere Meistertitel. In der Saison 1972/73 avancierte Benfica mit 28 Siegen, zwei Unentschieden und keiner einzigen Niederlage sowie 101 Treffern bei nur 13 Gegentoren zum souveränsten Meister Portugals aller Zeiten. Damit ist Benfica bis heute der einzige portugiesische Meister, der eine ganze Spielzeit lang ungeschlagen blieb.

Die 80er Jahre waren von mehreren Höhen und Tiefen sowie von zwei Amtsperioden des schwedischen Trainers Sven-Göran Eriksson geprägt. Der heutige Coach der mexikanischen Nationalmannschaft führte Benfica zu zwei Meistertiteln und zwei weiteren Pokalsiegen. Den Fluch auf der europäischen Bühne indes konnte auch er nicht besiegen und hatte trotz zweier Finalteilnahmen ebenfalls zwei Mal das Nachsehen (im Europapokal der Landesmeister 1989/90 und im UEFA-Pokal 1982/83).

Der Klub heute
Die jüngere Vereinsgeschichte wurde durch den tragischen Tod des ungarischen Benfica-Profis Miklós Fehér getrübt, der im Jahr 2004 während eines Punktspiels einen Herzinfarkt erlitt und noch auf dem Weg ins Krankenhaus verstarb. Den im darauf folgenden Jahr errungenen Meistertitel widmete die Mannschaft ihrem verstorbenen Mitspieler. Es war gleichzeitig der vorerst letzte Triumph von Benfica in der portugiesischen Meisterschaft.

Nachdem Leistungsträger Rui Costa seine aktive Laufbahn beendet hatte - inzwischen ist er als Sportlicher Direktor des Traditionsvereins tätig - begann die Saison2008/09 für Benfica mit einem neuen Konzept, mit dessen Umsetzung der spanische Coach Quique Sánchez Flores betraut wurde. Mit international erfahrenen Profis wie José Antonio Reyes und Pablo Aimar hofft Benfica nun, den FC Porto als Serienmeister der letzten Jahre endlich vom Thron stoßen zu können.

Für die Futsal-Teams des Klubs erwies sich das neue Jahrtausend bislang als äußerst erfolgreich. Seit der Spielzeit 2001/02, als man die Futsal-Abteilung ins Leben gerufen hatte, holte Benfica nicht weniger als vier Meistertitel und triumphierte jeweils drei Mal im portugiesischen Pokal und in Portugals Super-Cup.

Das Stadion
Das neue Estadio da Luz wurde am 25. Oktober 2003 mit einem Freundschaftsspiel des Traditionsklubs gegen die uruguayische Nationalmannschaft eingeweiht. Die Platzherren gewannen die Partie mit 2:1. Das alte, im Jahr 1954 fertig gestellte Vereinsstadion gleichen Namens wurde nach insgesamt 1075 Heimspielen der Benfica-Mannschaft abgerissen, um in Vorbereitung der UEFA EURO 2004 eine neue Spielstätte zu errichten, die den höchsten Sicherheitsstandards gerecht wird.

Das mitunter auch als La Catedral bezeichnete Stadion bietet Platz für ca. 65.000 Zuschauer und war unter anderem Schauplatz des denkwürdigen EM-Finales von 2004, in dem die Gastgeber dem Überraschungsteam aus Griechenland unterlagen.

Der unmittelbar an das Stadion angrenzende Hallenkomplex mit zwei Mehrzweckarenen und einer Schwimmhalle zeugt von der Vielseitigkeit des Klubs, der neben Fussball auch über Abteilungen für Futsal, Basketball, Radsport, Rugby und Handball verfügt.

Die wichtigsten Erfolge
Portugiesischer Meister (32x): 1935/36, 1936/37, 1937/38, 1941/42, 1942/43, 1944/45, 1949/50, 1954/55, 1956/57, 1959/60, 1960/61, 1962/63, 1963/64, 1964/65, 1966/67, 1967/68, 1968/69, 1970/71, 1971/72, 1972/73, 1974/75, 1975/76, 1976/77, 1980/81, 1982/83, 1983/84, 1986/87, 1988/89, 1990/91, 1993/94, 2004/05; 2009/2010.

Portugiesischer Pokalsieger (24x): 1939/40, 1942/43, 1943/44, 1948/49, 1950/51, 1951/52, 1952/53, 1954/55, 1956/57, 1958/59, 1961/62, 1963/64, 1968/69, 1969/70, 1971/72, 1979/80, 1980/81, 1982/83, 1984/85, 1985/86, 1986/87, 1992/93, 1995/96, 2003/04.

Copa Latina: 1949/50.

Europapokalsieger der Landesmeister (2x): 1960/61, 1961/62.

Portugiesischer Supercup-Gewinner (4x): 1979/80, 1984/85, 1988/89, 2004/2005.

Campeonato de Portugal (3x): 1929/30, 1930/31, 1934/35.

Legendäre Spieler:
Rogerio (1942-54), Jose Aguas (1950-63), Mario Coluna (1954-70), Jose Augusto (1959-69), Torres (1959-71), Eusebio (1960-75), Antonio Simoes (1961-75), Manuel Bento (1972-92), Diamantino Miranda (1977-80, 1982-90), Chalana (1979-84, 1987-90), Mozer (1987-89, 1992-95), Rui Costa (1991-94, 2006-08), Joao Pinto (1992-2000), Michel Preud'Homme (1994-99), Nuno Gomes (1997-2000, und 2002), Simao Sabrosa (2001-07).



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Man muss Fußball nicht verstehen, man muss sich nur damit zurechtfinden!

zuletzt bearbeitet 12.01.2012 21:20 | nach oben springen
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