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Steaua Bucureşti FC ........... Rumänien

in > VEREINE NATIONAL - INTERNATIONAL < 09.07.2012 08:36
von printmaster • Admin | 1.755 Beiträge

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Am Mittwoch, den 7. Mai 1986, gelang Steaua Bukarest eine der größten Überraschungen in der Geschichte europäischer Pokalwettbewerbe, als man im Elfmeterschießen den übermächtigen Favoriten FC Barcelona besiegte: Zum ersten Mal hatte eine osteuropäische Mannschaft, die begehrte Trophäe geholt. .

Der Verein, der mittlerweile den Namen FC Steaua Bucureşti trägt, wurde am 7. Juni 1947 als ein Mehrspartenverein der Streitkräfte unter der Bezeichnung ASA Bucureşti gegründet. Erst nach einer 1950 erfolgten Namensänderung in CCA begann die Fussballabteilung, landesweit für Aufsehen zu sorgen.

Die Mannschaft, die als "Goldendes CCA-Team" in die Geschichte einging, holte zwischen 1951 und 1953 drei Ligatitel, darunter 1951 das erste Double aus Meisterschaft und Pokal. Die Spieler des Teams stellten folgerichtig auch das Rückgrat der damaligen rumänischen Nationalmannschaft.

1961 erfolgte ein weiterer Namenswechsel, und aus CCA wurde CSA Steaua, wobei das Wort "Steaua" (Stern) für den roten Stern im Wappen des Vereins stand, damals ein typisches Symbol osteuropäischer Armeesportsvereine. Auf dem Spielfeld holte man jedoch in den folgenden beiden Jahrzehnten gerade einmal drei Meisterschaften. Dagegen machten neun Pokalsiege Steaua Bukarest zu Rumäniens dominierender Mannschaft in K.O.-Wettbewerben.

Diese Pokalreputation sollte durch Steauas Abschneiden Mitte bis Ende der 80er Jahre des letzten Jahrhunderts noch unterstrichen werden. Unter Cheftrainer Emerich Jenei und seinem Assistenten Anghel Iordanescu, dem erfolgreichsten Torschützen in der Geschichte des Vereins, holte Steaua 1984/85 die rumänische Meisterschaft und beendete damit eine sechsjährige Durststrecke. Der Triumph bedeutete auch einen Platz im Europapokal der Landesmeister der folgenden Saison.

Dort setzte sich Steaua zunächst gegen das dänische Team von Vejle BK, Ungarns Kispest Honved FC und den FC Lahti aus Finnland durch, bevor man durch einen Halbfinalsieg gegen den belgischen Meister RSC Anderlecht das Ticket für das große Finale in Sevilla löste. Dort wartete der FC Barcelona, ein Team, das unter seinem damaligen englischen Trainer Terry Venables als klarer Favorit auf den erstmaligen Gewinn von Europas Königsklasse galt.

Es sollte jedoch nicht der Abend der Blaugrana werden, denn eine starke Abwehrleistung von Steaua Bukarest mit einem überragenden "Ausputzer" Miodrag Belodedici sorgten für ein torloses Unentschieden nach 120 Minuten. Zum großen Helden avancierte dann Torhüter Helmut Duckadam, der vier Elfmeter von Barça parierte, so dass Marius Lacatus und Gavril Balint nur noch ins Schwarze treffen mussten, um den historischen Sieg unter Dach und Fach zu bringen.

Als Jenei den Verein verließ, um folgerichtig die rumänische Nationalmannschaft zu übernehmen, wurde Iordanescu Trainer und holte mit dem Team drei Jahre in Folge das Double aus Meisterschaft und Pokal, nämlich 1986/87, 1987/88 und 1988/89. Der große Stratege führte Steaua auch 1986 zum Sieg im europäischen Super Cup - den Gheorghe Hagi mit einem Freistoßtor gegen Dynamo Kiev sicherstellte - sowie in ein weiteres Halbfinale im Europa-Pokal 1987/88. Ein Jahr später kam man noch eine Runde weiter, doch dieses Mal sollte sich das andalusische Märchen nicht wiederholen. Trotz eines Hagi, der im Zenith seines Könnens stand, hatte Steaua Bukarest beim 0:4 gegen den AC Mailand mit Marco van Basten und Ruud Gullit nicht den Hauch einer Chance.

Es sollte eine Art Wendepunkt für Steaua werden, denn mit der rumänischen Revolution von 1989 sollte die beste Vereinsmannschaft, die das Land je kannte, auseinanderbrechen. Nach einer kurzen Zeit der Erfolglosigkeit begann man erneut, die heimische Liga zu dominieren, mit sechs Meistertiteln zwischen 1992/93 und 1997/98, doch in der europäischen Königsklasse spielte man keine große Rolle mehr. Da bot der UEFA-Pokal den Fans schon mehr Anlass zum Feiern, denn immerhin erreichte Steaua Bukarest 2005/06 das Halbfinale in diesem Wettbewerb. Es war die beste Leistung eines rumänischen Teams, seit 1992/93, als Steaua das Viertelfinale im Pokalsieger-Wettbewerb der UEFA erreicht hatte.

Seit Iordanescus Abgang 1990 scheint die Instabilität zu einem Markenzeichen des Vereins geworden zu sein, denn man hat seitdem nicht weniger als 22 Trainer verschlissen. Immer wieder sind auch die alten Idole - zumeist erfolglos - an die Spitze des Vereins zurückgekehrt: So haben Jenei (zwei Mal), Iordanescu, Hagi und Lacatus (zwei Mal) es allesamt auf mehr oder weniger kurze Amtszeiten als Chefcoach gebracht. Seit 2005/06 hat man keinen Ligatitel geholt, was sich nun unter dem italienischen Trainer Cristiano Bergodi ändern soll.

Steaua bestreitet seine Heimspiele im Ghencea-Stadion , das am 9. April 1974 offiziell eingeweiht wurde und Rumäniens erstes reines Fussballstadion war. Das ursprüngliche Fassungsvermögen von 30.000 Zuschauern wurde im Zuge einer allgemeinen Modernisierung 1991, als die gesamte Arena mit Sitzplätzen ausgestattet wurde, auf 28.100 reduziert.

2006 wurde das Ghencea-Stadion erneut modernisiert, wodurch die Spielstätte eine von lediglich zwei in Rumänien wurde, in denen UEFA Champions-League-Spiele ausgetragen werden können. Hier werden auch regelmäßig Heimspiele der Nationalmannschaft des Landes ausgetragen. Bei der UEFA U-21-Meisterschaft 1998 war es Schauplatz mehrerer Partien einschließlich des Endspiels.


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