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Cerro Porteño Asunción .......... Paraguay

in > VEREINE NATIONAL - INTERNATIONAL < 10.07.2012 14:59
von printmaster • Admin | 1.755 Beiträge

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Paraguay ist ein fussballverrücktes Land, in dem sich die Begeisterung für den weltweit beliebtesten Sport im Wesentlichen auf zwei Klubmannschaften verteilt. Dennoch bekommt man immer wieder zu hören, dass nur einer von beiden der Klub des Volkes sei.

Nachstehend stelle ich den Fussballklub Cerro Porteño vor, der demnächst den 100. Jahrestag seiner Gründung feiert und dessen Herz nach wie vor im Barrio Obrero, dem traditionellen Arbeiterviertel von Asunción, schlägt. Überdies orientiert sich der Verein auch heute noch an den gleichen Grundsätzen, die einst zu seiner Gründung geführt hatten.

Am 1. Oktober 1912 beschloss eine Gruppe von Freunden, die sich regelmäßig in der Nähe der Kapelle San Juan in Asunción zum Fussballspielen traf, in ihrem Stadtviertel einen Verein zu gründen. Zu jener Gruppe gehörten auch die vier Söhne von Susana de Núñez, in deren Haus die jungen Leute häufig zusammenkamen. So auch an jenem ersten Tag im Oktober des Jahres 1912, an dem der Cerro Porteño Foot-Ball Club ins Leben gerufen wurde, der wegen der Herkunft seiner Gründer und seiner Lage schon bald den Beinamen Klub des Volkes erhielt.

Noch während des Gründungsaktes waren die Grundprinzipien des künftigen Vereins - Kampf und Einheit - festgeschrieben worden. Kampf deshalb, weil Cerro seinen Namen einer historischen Schlacht verdankt, die paraguayische Freiheitskämpfer im Jahr 1811 gegen militärische Einheiten der Porteñas (aus Buenos Aires) geführt hatten. Schauplatz war die unmittelbare Umgebung von Cerro Mbae, das nach der Erlangung der nationalen Unabhängigkeit im gleichen Jahr in Cerro Porteño umbenannt wurde. Einheit steht für die Wahl der Vereinsfarben, die den Wunsch nach Verbrüderung zwischen den beiden Gruppierungen symbolisieren, die in Paraguay seit jeher um die politische Macht streiten: Die Azules (die Blauen) und die Colorados (die Bunten).

Auf ihre Vereinsfarben sind die Anhänger von Cerro Porteño auch noch aus einem weiteren Grund besonders stolz: Es waren die Trikotfarben der ersten Auswahlmannschaften Paraguays, die das südamerikanische Land erstmals auf der internationalen Bühne vertraten. Erst im Jahr 1920 präsentierte sich die paraguayische Nationalmannschaft als Albirroja, also in jener weiß-roten Spielkleidung, die bis heute beibehalten wurde.

Bereits ein Jahr nach seiner Gründung wurde Cerro Porteño paraguayischer Meister. Mit dem Spitznamen Ciclón (Zyklon) wurde der Verein indes erst im Jahr 1918 bedacht. Der unmittelbare Auslöser dafür war eine Finalrunde um die Meisterschaft gegen Nacional Asunción. Nachdem die ersten beiden Partien jeweils mit einem Remis (2:2 bzw. 1:1) geendet hatten, lag Nacional im dritten und entscheidenden Spiel bis fünf Minuten vor Schluss mit 2:0 vorn. Doch dann geschah das schier Unfassbare: Cerro Porteño drehte das Spiel noch und sicherte sich am Ende dank eines 4:2-Sieges den Meistertitel.

Dennoch gilt bis heute nicht Nacional, sondern Olimpia Asunción als klassischer Rivale von Cerro Porteño. Die erste Begegnung zwischen beiden Mannschaften geht auf das Jahr 1913 zurück. Damals endete die Partie mit einem 2:2-Unentschieden. Die eigentliche Rivalität zwischen den beiden Klubs kam jedoch erst in den 20er Jahren des vergangenen Jahrhunderts auf, als der Ciclón und der Decano (Dekan), so der Spitzname von Olimpia, jeweils fünf Mal paraguayischer Meister in Folge wurden. Seither werden die Duelle zwischen beiden Teams als echte Klassiker wahrgenommen, zumal Cerro und Olimpia längst als die beiden größten Vereine in Paraguay gelten.

Nichtsdestotrotz konnte nur einer von beiden den ersten Titel der im Jahr 1935 eingeführten Profiliga gewinnen, und das war Cerro Porteño. Seine goldenen Zeiten hatte der Klub dann in den 70er Jahren, als man fünf Titel holte, sowie in den 90er Jahren, als man vier Mal die Meisterschaft gewann. Doch wenn es etwas gibt, das den Verein aus der paraguayischen Hauptstadt auch auf kontinentaler Ebene zu Ansehen verhalf, dann ist es dessen Beständigkeit. Davon zeugen ein Meistertitel in den 30er Jahren, drei in den 40er Jahren, zwei in den 50er Jahren, drei in den 60er Jahren, einer in den 80er Jahren, sowie drei weitere im neuen Jahrtausend.

Eine Rechnung hat der Ciclón jedoch noch offen: Die Copa Libertadores ist die einzige Trophäe, die Cerro Porteño noch nie gewinnen konnte, obwohl man bereits fünf Mal das Halbfinale erreichte und mit insgesamt 32 Teilnahmen am prestigeträchtigsten Wettbewerb im südamerikanischen Vereinsfussball den vierten Rang in der ewigen Teilnehmerliste einnimmt. Das Schlimme daran ist, dass Erzrivale Olimpia die Copa Libertadores bereits drei Mal nach Asunción holen konnte. Dennoch kann Cerro Porteño auf einen Rekord verweisen, auf den manch einer der Giganten unter Südamerikas Klubmannschaften neidisch sein dürfte: Von 1990 bis 2002 hatte sich der paraguayische Traditionsklub nicht weniger als 13 Mal in Folge für die Copa Libertadores qualifiziert.

Auch wenn Cerro Porteño seit dem Jahr 2005 keine Meisterschaft mehr gewinnen konnte, so können sich die eigenen Fans zumindest damit trösten, dass Olimpia Asunción schon seit dem Jahr 2000 ohne Titel auskommen muss. Außerdem behielt Cerro am letzten Wochenende im Klassiker gegen Olimpia mit 1:0 die Oberhand und rangiert in der laufenden Clausura-Meisterschaft auf Platz fünf. Da man in diesem Jahr nicht am Südamerika-Pokal teilnimmt, lautet das Nahziel des Vereins wie stets: Eine weitere Meisterkrone anpeilen und die Qualifikation für die Copa Libertadores perfekt machen.

Der offizielle Name "General Pablo Rojas" geht auf den Vereinspräsidenten zurück, der einst den Bau des Stadions in die Wege leitete. Trotzdem ist das Stadion in ganz Südamerika nur als La Olla (Kochtopf) bekannt. Die in den 70er Jahren errichtete Spielstätte wurde 1991 umgebaut und bietet seitdem Platz für 32.000 Zuschauer. Für dieses Jahr sind erneut Umbaumaßnahmen geplant, in deren Verlauf das Stadioninnere bis zum Jahr 2012, in dem die Festlichkeiten zum 100-jährigen Vereinsjubiläum stattfinden, eine Überdachung erhalten soll.

Die wichtigsten Erfolge:
Amateur-Meisterschaften: 1913, 1914, 1918, 1919
Nationale Meisterschaften: 1935, 1939, 1940, 1941, 1944, 1950, 1954, 1961, 1963, 1966, 1970, 1972, 1973, 1974, 1977, 1987, 1990, 1992, 1994, 1996, 2001, 2004, 2005, 2009
Teilnahmen an der Copa Libertadores: 1962, 1964, 1967, 1969, 1971, 1972, 1973, 1974, 1975, 1978, 1980, 1981, 1985, 1988, 1990, 1991, 1992, 1993, 1994, 1995, 1996, 1997, 1998, 1999, 2000, 2001, 2002, 2003, 2005, 2006, 2007, 2008

Legendäre Spieler:
Sinforiano García, Darío Jara Saguier, Justiniano Enciso, Carlos Jara Saguier, Pablito Rojas, Cesar Luis Ortiz Aquino, Carlos Gamarra, Roberto Cabañas, Saturnino Arrúa, Roberto Fernández, Guido Alvarenga, Carlos Báez, Domingo Salcedo
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Man muss Fußball nicht verstehen, man muss sich nur damit zurechtfinden!

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