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ASEC Mimosas Abidjans ............. République de Côte d'Ivoire (Elfenbeinküste)

in > VEREINE NATIONAL - INTERNATIONAL < 13.01.2012 09:06
von printmaster • Admin | 1.755 Beiträge

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Man stelle sich eine Mannschaft vor, die aus jungen Spielern besteht, die sich bereits seit Kindesbeinen an kennen. Die gemeinsam ausgebildet wurden und gemeinsam aufwuchsen, gemeinsam Fortschritte machten, im Profifussball debütierten und auch gemeinsam Titel gewannen. Diesen Traum eines jeden Klubpräsidenten oder Fussballfans hat ASEC Mimosas – neben anderen Erfolgen – tatsächlich wahr werden lassen.

ASEC steht für "Amicale Sportive des Employés de Commerce", auf deutsch etwa "Sportvereinigung für kaufmännische Angestellte", doch im französischen Original steckt auch die Bedeutung "Freundeskreis" in der Vereinsbezeichnung. Und dieser Name sagt bereits fast alles über die Geburtsstunde des Klubs. Freundschaft, Sport und der Handel: Dies verband eine Gruppe von kaufmännischen Angestellten, die sich Ende der 40er Jahre in Abidjan niederließen. Die ursprünglich aus Frankreich, Burkina Faso, Benin, Ghana, Togo, Senegal oder dem Libanon stammenden Freunde nahmen ihre gemeinsame Leidenschaft für den Fussball zum Anlass, eine Mannschaft zu gründen. Am 1. Januar 1948 erblickt der Klub in einem Viertel Abidjans, dessen Name es dazu prädestiniert, üppige Pflanzen wachsen zu sehen, das Licht der Welt: In Sol Béni, dem Viertel des "Gesegneten Bodens", wählten die Gründer Gelb und Schwarz als Vereinsfarben und als Klubsymbol die Mimose, die heute noch das Wappen des Vereins ziert.

ASEC machte erstmals auf sich aufmerksam, als es gegen die Mannschaft Africa Sports, die später zum ewigen Rivalen der Mimosen werden würde, die Stadtmeisterschaft von Abidjan bestritt. Trénou Alfred Seho, einer der Gründungsmitglieder, und später George Koffi prägten zwischen 1948 und 1953 als erste Trainer den Verein. Doch erst mit der Ankunft des Franzosen Guy Fabre als erster professioneller Trainer der Mannschaft sollten die Grundlagen geschaffen werden, für die der Klub bis heute bekannt ist. Als er 1954 berufen wurde, hatte Fabre ein simples Konzept im Gepäck, das zur Devise der Mimos wurde: "Die Kinder amüsieren sich... beim Fussballspielen."

Die jungen Leute bei ASEC mögen sich durchaus amüsiert haben, zumindest aber schienen sie das Angenehme mit dem Nützlichen verbunden zu haben. 1954 gewann das Team die Bezirksmeisterschaft von Abidjan und damit den ersten Titel in der Geschichte des Klubs. Im selben Jahr führte Fabre seine Schützlinge erstmals ins Finale der Coupe d’Afrique Occidentale Française (AOF), einem westafrikanischen Pokalwettbewerb, in dem sie sich am Ende aber dem Vertreter Malis, Jeanne d'Arc Bamako, beugen mussten. Die Mannschaft aus Abidjan erreichte 1956 sowie 1958 zwei weitere Male das Endspiel und erwarb sich trotz zweier Niederlagen überregionale Bekanntheit und wichtige Erfahrungen. 1962 markierte einen weiteren wichtigen Erfolg: ASEC gewann den ivorischen Pokalwettbewerb und damit den ersten nationalen Titel. Der Klub erntete endlich die Früchte seiner Arbeit. Mitten im Aufwärtstrend gelang ASEC im Folgejahr 1963 der Gewinn der ersten Landesmeisterschaft.

Und bereits vier Jahre später wurde offenbar, dass aus einem zarten Pflänzchen geradezu ein Baum des Erfolgs wurde. Die Gelb-Schwarzen gewannen die letzten vier Pokalwettbewerbe des Jahrzehnts von 1967 bis 1970 hintereinander, und als Sahnehäubchen sicherten sie sich 1970 zum zweiten Mal die nationale Meisterschaft. Ein Trainer folgte dem anderen, doch das unwiderstehliche, schnelle und ideenreiche Spiel von ASEC, angeführt von ihrem Torjäger Laurent Pokou, blieb bestehen. Vier Meisterschaften in Folge zwischen 1972 und 1975, zu denen zwei weitere Pokaltriumphe 1972 und 1973 kamen, versetzten die Anhänger in Begeisterung und die Gegner in Angst. Nun fehlte nur noch der kontinentale Ritterschlag.

An Versuchen mangelte es nicht. 1971 und 1976 scheiterten die Ivorer aber jeweils im Halbfinale gegen Canon Yaoundé beziehungsweise Hafia Conakry. Vor allem die letzte 0:5-Niederlage gegen Hafia in Guinea, nachdem das Hinspiel zu Hause mit 3:0 gewonnen worden war, markierte das Ende einer goldenen Ära. Nach der Rückkehr von Guy Fabre im Jahr 1979 gelang es dem Klub zwar noch, nach fünfjähriger Durststrecke die siebte Meisterschaft zu holen, doch den Fans der Mimos sollten in der Folge zehn lange Jahre ohne Titelfeier bevorstehen.

Erst in der Ära von Roger Ouegnin als Klubpräsident sollte es ASEC Mimosas gelingen, wieder aus dem Schatten herauszutreten und vor allem in die Geschichte einzugehen. Der Sohn eines Gründungsmitglieds und Präsidenten der späten 50er Jahre führte die Mimosen, die ihren alten Glanz verloren hatten, zu neuer Blüte. Sein erster Geniestreich war die Verpflichtung von Philippe Troussier als Trainer. Der Franzose bescherte dem Klub von 1990 bis 1992 drei nationale Meisterschaften in Folge. Diese außergewöhnliche Serie wurde von seinen Nachfolgern Eustache Mangle (1992-93), Charles Albert Roessli (1993-94) und Mamadou Zaré (1994-95) erfolgreich fortgeführt.

Zwischen Dezember 1989 und Juni 1994 blieb ASEC 108 Spiele in Folge ungeschlagen. Alain Gouaméné, Abdoulaye Traoré alias Ben Badi, Donald Sié oder Basile Aka Kouamé hießen die Akteure, die zudem das Rückgrat einer ivorischen Nationalmannschaft formten, die 1992 zum bisher einzigen Mal in der Geschichte des Landes den CAF Afrikanischen Nationen-Pokal gewann. Der Höhepunkt dieser zweiten goldenen Ära sollte 1998 erreicht werden: Nachdem das Team vier Mal im Halbfinale und 1995 im Finale gegen die Orlando Pirates gescheitert war, gelang ASEC endlich der Gewinn der CAF Champions League.

In dieser Zeit ist es vor allem der Initiative von Präsident Ouegnin zu verdanken, dass 1994 in Zusammenarbeit mit dem ehemaligen französischen Nationalspieler Jean-Marc Guillou die Akademie Mimosifcom gegründet wurde, ein Ausbildungszentrum, das in Afrika seinesgleichen suchte. Eine waschechte Kaderschmiede, die allen Kindern des Landes offen stand, unabhängig von ihrer sozialen oder ethnischen Herkunft, und ihnen zudem kostenlose Gesundheitsvorsorge sowie eine bis zu siebenjährige Ausbildung und schulische Betreuung anbot. Die Idee sollte sich bald bewähren, und die ersten jungen Spieler aus der Talentschmiede traten die Nachfolge der Klub-Afrikameister von 1998 an.

Im Februar 1999 bestritt ASEC den afrikanischen Super Cup gegen den Spitzenklub Espérance de Tunis. Viel hätte man damals nicht auf die jungen Internatsschüler gegeben, deren älteste Vertreter kaum 18 Jahre alt waren. Doch nach der fabelhaften Leistung einer Rasselbande, die sich auf dem Platz blind verstand, setzte sich ASEC mühelos mit 3:1 durch. Im Aufgebot standen Akteure wie Kolo Touré, Aruna Dindane, Copa Barry oder Didier Zokora…

In den letzten 20 Jahren erntete ASEC erfolgreich die Früchte der Präsidentschaft Roger Ouegnins und der Effizienz seiner Ausbildung. Seit dem Triumph in der Champions League im Jahr 1998 gewannen die Mimos 16 der letzten 20 nationalen Meisterschaften, zuletzt in den Jahren 2009 und 2010. Im Oktober 2010 übernahm der Franzose Sébastien Desabre die Aufgabe, die Legende fortzuführen.

Das Stade Félix Houphouët-Boigny trägt seinen Namen zu Ehren des ersten Landespräsidenten und Vaters der ivorischen Nation. Es wurde 1964 unter dem Namen Stade Géo André für das Großereignis "Jeux d’Abidjan" erbaut und später umbenannt. Doch egal, wen sie in der Elfenbeinküste nach dem Spielort von ASEC fragen, man wird ihnen den Spitznamen des Geländes nennen: "Le Félicia."

Die Arena fasst 65.000 Zuschauer und ist Austragungsstätte der Spiele der Mimos sowie der Nationalmannschaft. Sie wurde für zahlreiche Großereignisse genutzt, unter anderem als Spielort für die CAF Afrikameisterschaft 1984. Das Stadion wurde zuletzt im Jahr 2009 umgebaut, um als Austragungsort für die Afrikanische Nationenmeisterschaft zu dienen.

Die wichtigsten Erfolge:
1x CAF Champions League-Sieger (1998), 1x CAF Supercup-Sieger (1999), 24x ivorischer Meister (1963, 1970, 1972, 1973, 1974, 1975, 1980, 1990, 1991, 1992, 1993, 1994, 1995, 1997, 1998, 2000, 2001, 2002, 2003, 2004, 2005, 2006, 2009, 2010), 16x ivorischer Pokalsieger (1962, 1967, 1968, 1969, 1970, 1972, 1973, 1983, 1990, 1995, 1997, 1999, 2003, 2005, 2007, 2008)

Legendäre Spieler:
Sékou Touré, Mangué Cissé, Laurent Pokou, Youssouf Fofana, Alain Gouaméné, Donald Sié, Abdoulaye Traoré "Ben Badi", Tchiressoua Guel, Bonaventure Kalou, Aruna Dindane, Siaka Tiéné, Gilles Yapi Yapo, Didier Zokora, Kolo Touré, Yaya Touré, Bakari Koné, Romaric, Gervinho
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Man muss Fußball nicht verstehen, man muss sich nur damit zurechtfinden!

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