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Arnautović Marko .......... ÖSTERREICH

in > Österreichische Spieler einst und jetzt < 24.09.2011 10:49
von printmaster • Admin | 1.755 Beiträge

Bild byWikipedia



Marko Arnautović
* 19. April 1989
in Wien


Arnautović begann seine Karriere in seinem Heimatbezirk Floridsdorf beim FAC. 1998 wechselte er in die Jugend des Wiener Großclubs FK Austria Wien. In den folgenden sechs Jahren spielte er daraufhin in chronologischer Reihenfolge für die Vienna, abermals für die Austria und schlussendlich auch für Rapid, ehe er 2004 wieder zum FAC zurückkehrte. Grund für sein „Scheitern“ war nicht sein fehlendes Talent, denn dieses wurde ihm bei all seinen Stationen attestiert, sondern sein bereits in jungen Jahren stark ausgeprägtes extrovertiertes Verhalten und sein Hang zum Eigensinn, die eine erfolgreiche Mannschaftsintegration unmöglich machten.
Von seinen früheren Trainern bei Rapid und Austria wird er als „unbequemer Freigeist ohne Mannschaftssinn“ und „verhaltensauffällig“ beschrieben.

Im Laufe seiner Karriere entdeckten ihn holländische Scouts vom FC Twente Enschede, die ihn in Folge unter Vertrag nahmen. Im Wiener Fußball sorgte der Wechsel für Skepsis und es wurden ihm geringe Erfolgsaussichten prophezeit.

Bereits zum Ende seiner ersten Saison wurde er jedoch vom damaligen Trainer der Profiabteilung, Fred Rutten, in zwei Spielen der A-Mannschaft eingesetzt. Mit 22 Toren in 24 Spielen führte Arnautović die U-19 von Twente Enschede in der Saison 2007/08 zum Juniorenmeistertitel. Insgesamt absolvierte er von 2006 bis 2008 32 Jugendspiele für Jong FC Twente, in denen er 27 Tore schoss, ehe er endgültig in den Kreis der Profispieler aufgenommen wurde.

Noch vor seinem ersten Meisterschaftsspiel wurde Arnautović aufgrund seiner ähnlichen Statur, technischen Versiertheit und Spielstils als der „neue Zlatan Ibrahimović“ angepriesen. Am 14. Mai 2007 debütierte er bei der 0:2 Niederlage gegen den PSV Eindhoven für den FC Twente, als er in der 77. Minute für Kennedy Bakırcıoğlu eingewechselt wurde.

In der Saison 2007/08 war er noch überwiegend für die Jong FC Twente im Einsatz, wurde jedoch von Trainer Rutten auch 14 Mal in der Eredivisie und einmal im UEFA-Cup eingesetzt.

Daraufhin versuchte Feyenoord Rotterdam Arnautović im Sommer 2008 für zirka 4,5 Millionen Euro von Twente Enschede abzuwerben. Enschedes neuer Trainer Steve McClaren, der den zum FC Schalke 04 abgewanderten Rutten ersetzte, lehnte diese Offerte ab und verlängerte daraufhin den Vertrag von Arnautović zu deutlich angehobenen Bezügen bis zum 30. Juni 2011.

In der Spielzeit 2008/09 folgte sein Durchbruch in den Niederlanden. Gemeinsam mit Eljero Elia und Blaise Nkufo bildete er ein Offensivgespann und spielte mit Twente lange Zeit um den Meistertitel in der Eredivisie. Am Ende wurde man hinter AZ Alkmaar Vizemeister. Arnautović kam zu 28 Saisoneinsätzen mit 12 Torerfolgen.

Nach dem Liga-Spiel gegen Willem II Tilburg am 14. März 2009 beklagte Ibrahim Kargbo, er wäre von Arnautović rassistisch beschimpft worden. Der niederländische Fußball-Verband leitete daraufhin ein Verfahren gegen Arnautović ein und forderte den vermeintlichen Täter sowie den Ankläger zu einer Stellungnahme auf. In den niederländischen Medien wurde der Fall prominent diskutiert. Diese sprachen von einem „Arnautogate“. Am 23. März 2009 gab der niederländische Fußball-Verband bekannt, dass die Untersuchungen gegen Arnautović aufgrund zu geringer Beweislage eingestellt wurden. Arnautović hatte zuvor mehrmals beteuert, keine solche Aussage von sich gegeben zu haben.

Bereits während der Saison 2008/09 wurde Arnautović mit diversen Vereinen aus halb Europa in Verbindung gebracht, wodurch sich ein Wechsel zum Saisonende abzeichnete. Als erster zeigte der FC Schalke 04 mit Ex-Trainer Fred Rutten ein konkretes Interesse an einer Verpflichtung. Nach der Entlassung von Rutten war das Thema jedoch wieder vom Tisch.

In der Sommerübertrittszeit 2009 kam es dann zu einem wahren Transferkampf zwischen dem FC Chelsea und Inter Mailand. Zuerst wurde das Interesse des amtierenden italienischen Meisters publik, woraufhin sich Chelsea in die Verhandlungen einschaltete. Nachdem Inter als aussichtsreichster Kandidat für einen Wechsel galt und Chelsea nur Außenseiterchancen eingeräumt wurden, berichtete die niederländische Tageszeitung „AD“ im Mai 2009, dass ein Wechsel zu Chelsea so gut wie sicher sei. Angeblich hatte sich Arnautović bereits mit den Londonern geeinigt, die € 12 Mio. an Ablösesumme an Enschede überweisen wollten. In Folge wurde der Spieler zu einem medizinischen Test nach London geladen, im Zuge dessen eine „Stressfraktur im Mittelfuß“ festgestellt wurde. Zuvor war Arnautović bereits zum Saisonende mit einer Sprunggelenksverletzung ausgefallen. In Folge nahm Chelsea von einer Verpflichtung des Spielers abstand.

Daraufhin entwickelte sich die Verletzung zum größten Hindernis für einen Transfer. Inter wollte Arnautović zwar immer noch verpflichten, verhandelte jedoch noch bis August mit Twente über die Transfermodalitäten. Am 5. August 2009 wurde Arnautovic für ein Jahr an den italienischen Meister ausgeliehen. Hätte Arnautović eine festgesetzte Anzahl an Spielen bestritten, wäre automatisch eine Kaufoption mit Fünf-Jahres-Vertrag in Kraft getreten. Laut Medienberichten hätte die Ablösesumme etwa 10 Millionen Euro betragen. Er wäre damit der teuerste österreichische Fußballer aller Zeiten geworden.

Aufgrund seiner Verletzung verpasste er zu Beginn der Saison 2009/2010 die gesamte Vorbereitung des Vereins und wurde auch nicht ins Aufgebot für die Champions-League-Hinrunde 2009 nominiert. Nach überstandener Rekonvaleszenz absolvierte er am 5. September 2009 beim 3:3 im Testspiel gegen den Schweizer Zweitlisten FC Lugano sein Debüt für Inter. Es folgte ein weiteres Testspiel gegen den FC Piacenza, ehe er am 17. Oktober 2009 im Spiel gegen den CFC Genua erstmals auf der Bank von Inter in einem Pflichtspiel Platz nehmen durfte. Am 14. November 2009 schoss er beim 2:1-Sieg im Testspiel gegen den Schweizer Zweitligisten FC Vaduz seine ersten beiden Tore für Inter.

Nachdem er im Dezember 2009 von Trainer José Mourinho abermals nicht in den Kader von Inter berufen wurde, warfen ihm die ehemaligen Nationalmannschaftstrainer Josef Hickersberger und Herbert Prohaska schlechtes Benehmen vor sowie mangelnde professionelle Einstellung[15]. Dennoch feierte Arnautovic im Januar 2010 sein Pflichtspieldebüt in der Serie A gegen Chievo Verona. Insgesamt spielte er drei Mal in der Serie A.

Am 22. Mai 2010, im Endspiel der Champions League zwischen Inter Mailand und Bayern München, stand mit Arnautovic erstmals seit Wolfgang Feiersinger ein Österreicher im Kader eines Champions-League-Siegers. Allerdings absolvierte Arnautovic kein Spiel in der Champions League.

Am 4. Juni 2010 wurde sein Wechsel in die deutsche Bundesliga zu Werder Bremen bekannt gegeben. Er unterschrieb einen Vierjahresvertrag und kostete zwischen sechs und sieben Millionen Euro Ablöse. Am 28. August 2010 erzielte Arnautovic beim 4:2-Heimspielsieg gegen den 1. FC Köln seine ersten beiden Bundesligatore. In der Champions League traf er erstmals am 20. Oktober 2010 gegen seinen ehemaligen Verein Twente Enschede.

Als Sohn einer Österreicherin und eines Serben war er für Österreich und Serbien spielberechtigt, entschied sich jedoch für die österreichische Nationalmannschaft. Für die österreichische U-19-Auswahl nahm er im Juli 2007 an der Heim-Europameisterschaft teil. Sein Auftreten während des Turniers spaltete die österreichischen Sportjournalisten in zwei Lager. Seine Befürworter lobten seine, für dieses Alter überragenden technischen Fähigkeiten bzw. seine Antizipation. Seine Kritiker bemängelten hingegen vor allem seinen Leichtsinn (ihm gelangen immer wieder geniale Aktionen, er verlor aber auch oft aufgrund unnötiger Einzelgänge den Ball) und seine Unberechenbarkeit. Dies ist vor allem auf die rote Karte in der 86. Minute im zweiten Gruppenspiel gegen die U-19-Auswahl von Griechenland zurückzuführen.

Das Spiel endete 1:1. Arnautović fehlte daraufhin im alles entscheidenden Spiel um den Aufstieg ins Halbfinale gegen Portugal, welches Österreich mit 0:2 verlor. Zuvor hatte man schon das Auftaktspiel gegen den späteren U-19-Europameister Spanien mit 0:2 verloren. Die Erwartungshaltung der Öffentlichkeit an die Mannschaft konnte nicht erfüllt werden und somit geriet die U-19 Heim-Europameisterschaft zur allgemeinen Enttäuschung. Hauptgründe für die hohe Erwartungshaltung war vor allem die überschwängliche Berichterstattung über Arnautović im Vorfeld der Endrunde bzw. die Tatsache, dass mit Marc Sand ein vermeintlich kongenialer Sturmpartner im Kader der österreichischen Auswahl stand.

Am 16. Mai 2007 wurde Arnautović das erste Mal vom damaligen ÖFB-Teamchef Josef Hickersberger für die beiden Länderspiele gegen Schottland und Paraguay "auf Abruf" in den Teamkader nominiert.

Arnautović gilt gemeinhin als große Zukunftshoffnung für die österreichische Fußballnationalmannschaft. Der österreichische Rekordnationalspieler Andreas Herzog äußerte sich nach einem U21-Länderspiel gegen Dänemark zu Arnautović folgendermaßen:

>„Es gab einen Krankl, einen Herzog, einen Polster, einen Prohaska, aber Arnautovic stellt sie alle in den Schatten, wenn er sein Potenzial abruft. Das ist mit Abstand der beste Fußballer, der in den letzten 30 Jahre auf dem Fußball-Platz herumgelaufen ist.“ < so die Worte von Andreas Herzog

Am 2. Oktober 2008 wurde Arnautović vom österreichischen Teamchef Karel Brückner in den Kader für die zwei WM-Qualifikationsspiele gegen die Faröer-Inseln und Serbien berufen, wobei er beim 1:1 auf den Färöer-Inseln in der zweiten Halbzeit eingewechselt wurde und sein Länderspieldebüt für Österreich gab. Beim Länderspiel gegen Schweden am 11. Februar 2009 stand Arnautović erstmals in der Anfangsformation. Am 8. Oktober 2010 erzielte er beim 3:0 Heimsieg im Qualifikationsspiel zur EM 2012 gegen Aserbaidschan seine ersten beiden Treffer in der A-Nationalmannschaft.

Sein Bruder, Daniel Arnautović, galt in der Jugend als der eigentlich talentiertere Spieler und war ebenfalls für den FAC und in Folge bei Post SV und dem unterklassigen niederländischen Verein HSC '21 unter Vertrag. Nach Marko Arnautovićs Wechsel zu Inter beendete er seine aktive Karriere und ist seither als Berater seines Bruders tätig.

Titel und Erfolge

Italienischer Meister: 2010
Italienischer Pokalsieger: 2010
Champions-League-Sieger: 2010
Vizemeister in der Eredivisie: 2009
Meister in der Juniorenliga der Niederlande: 2008
Teilnahme an der U-19 Europameisterschaft 2007


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Man muss Fußball nicht verstehen, man muss sich nur damit zurechtfinden!

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