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CF Vasco da Gama Rio ........... Brasilien

in > VEREINE NATIONAL - INTERNATIONAL < 24.09.2011 16:08
von printmaster • Admin | 1.755 Beiträge

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............................................ ..... CF. Vasco da Gama Rio de Janeiro .....


Im Rio de Janeiro des späten 19. Jahrhunderts war Rudern die dominierende Sportart. Da sie es leid waren, stets die Bucht von Guanabara zu überqueren und bis Niteroi fahren zu müssen, um sich ihrem Hobby zu widmen, beschlossen, Henrique Ferreira Monteiro, Luis Antonio Rodrigues, Jose Alexandre D' Avelar Rodrigues und Manoel Teixeira de Souza Junior ihren eigenen Verein zu gründen. Am 21. August 1898, am vierhundertsten Jahrestag der Fahrt des legendären Entdeckers nach Indien, gründete das Quartett, zusammen mit weiteren 58 portugiesischen Einwanderern, den Club de Regatas Vasco da Gama.

Zu Beginn des 20. Jahrhunderts wurde Fussball schlagartig beliebt und auch Vasco setzte alles daran, nun auch auf dem Rasen ähnliche Erfolge wie auf dem Wasser zu erringen. Die Fusion mit dem Verein Lusitania war eine willkommene Gelegenheit, und am 26. November 1915 wurde Vascos Fussball-Abteilung ins Leben gerufen.

Im Mai endete die erste Partie des Vereins mit einer ernüchternden 1:10-Niederlage gegen das bereits etablierte Team von Botafogo. Das erste Trikot der Mannschaft zierte bereits das Kreuz des Ordens Christi, das auch heute noch von der Verbundenheit mit dem Mutterland Portugal zeugt. Das erste Tor für Vasco erzielte Adao Antonio Brandao, dessen Vater ihn aus Portugal verbannt hatte, weil er nicht genügend Interesse an seiner Ausbildung gezeigt hatte. Der Stürmer sollte nicht der letzte Bösewicht sein, der es bei Vasco zu Berühmtheit brachte.

Vasco spielte zunächst in den unteren Liegen Rio de Janeiros, schaffte jedoch 1923 den Sprung unter die besten Teams. Das harte und für manche völlig unbekannte Training von Coach Ramon Platero zahlte sich aus und elf der zwölf Siege in einer begeisternden Saison waren Toren in der zweiten Halbzeit zu verdanken.

Die erste Begeisterung sollte jedoch nur kurz währen. Vascos Gegner, die sich über den Einsatz farbiger und armer Spieler beschwerten, beschlossen, ihre eigene Liga zu gründen. Da nun regionale Schwergewichte wie America, Bangu, Botafogo, Flamengo und Fluminense fehlten, holte Vasco die Meisterschaft des Bundesstaates Rio de Janeiro, das Campeonato Carioca, mit 14 Siegen in ebenso vielen Spielen - ein Rekord, der heute noch Bestand hat.

Die größte Schlacht des Jahres 1924 jedoch fand abseits des Feldes statt. Ende 1924 siegte der Verein mit seinem Kampf gegen den Rassismus und 1925 fanden sich Rio de Janeiros Elitevereine wieder unter dem Dach einer gemeinsamen Liga zusammen.

Vasco gewann das Campeonato Carioca erneut in den Jahren 1929, 1934 und 1936, bevor die dominanteste Periode seiner Geschichte begann. Zwischen 1945 und 1952 sammelte man weitere fünf Titel und gewann dabei 1948 in Santiago de Chile die südamerikanische Vereinsmeisterschaft, ein Turnier, das nur einmal stattfand, aber von der CONMEBOL als Vorläufer der Copa Libertadores anerkannt wurde. Dort setzte sich Flavio Costas Team ungeschlagen durch. Weder von River Plate mit Alfredo Di Stefano noch von Nacional Montevideo unter Atilio Garcia konnte sie dabei aufhalten.

O Expresso da Vitória, den "Sieges-Express", nannte man die Mannschaft in dieser Zeit. Das Team verfügte über einen tödlichen Angriff und gleichzeitig über eine kaum zu überwindende Abwehr. Hier stachen besonders Torhüter Barbosa und der turmhohe Verteidiger Ely heraus. Maneca und Danilo, dessen fast schon übersinnliche Spielübersicht und millimetergenaue Pässe ihn zum besten Spielmacher aller Zeiten im Trikot Vascas machen sollte, versorgte Spieler wie Ipojucan, Chico und den herausragenden Ademir de Menezes genau mit den Bällen, die sie brauchten.

Die Spielzeit 1952 markierte dann erst einmal das Ende des Sieges-Express, aber Vasco fand schon 1958 neue Helden mit Bellini, Orlando und Vava, die vom FIFA WM-Turnier in Schweden als Sieger zurückkehrten. Das Trio sorgte zwischen 1956 und 1958 auch für klare Verhältnisse in der heimischen Meisterschaft.

1970 kehrte Vasco erneut auf das Carioca-Podium zurück, und ein Jahr später sorgte ein blutjunger Stürmer für Begeisterung unter den Vascainos: Roberto Dinamite schoss den Verein zu einem weiteren nationalen Titel und fünf Staatsmeisterschaften. Er erzielte 698 Tore für Vasco, bevor er 1993 seinen Rücktritt erklärte und ist nach wie vor der erfolgreichste Torschütze aller Zeiten im Brasileiro-Turnier (190) und in der Carioca-Staatsmeisterschaft (279).

Vasco gewann den Brasileiro 1989 und 1997, als Edmundo eine fantastische Saison spielte, und holte 1998 die Copa Libertadores, wodurch man sich einen Platz bei der ersten FIFA Klub-Weltmeisterschaft sicherte, die 2000 in Brasilien ausgetragen wurde. Dank des in großer Form aufspielenden Duos Edmundo und Romario schlug man auf dem Weg ins Finale Manchester United mit 3:1, scheiterte dort jedoch im Elfmeterschießen an einem weiteren brasilianischen Vertreter, den Corinthians.

Vasco da Gama war damals im Maracaña-Stadion nur einen Schritt davon entfernt, die Nummer 1 in der Welt zu werden, doch seinen festen Platz in der Geschichte hat der Verein allemal.

Ein starkes Sturmquartett bestehend aus Juninho Pernambucano, Juninho Paulistsa, Euller und Romario führte Vasco da Gama 2000 zum vierten Triumph im Brasileiro. Seitdem ist es etwas ruhiger um den Verein geworden, denn es steht in den letzten Jahren nur noch ein Titel zu Buche, nämlich das Campeonato Carioca im Jahr 2003.

Das São Januario wurde 1927 als Südamerikas größtes Stadion eingeweiht. 1940 musste man diesen Titel an das Pacaembu-Stadion in São Paulo abtreten. In den ersten Jahren war das São Januario Schauplatz einer Reihe von Länderspielen. Die Vascainos haben hier viele Festtage erlebt, etwa das 2:0 gegen Barcelona aus Ecuador 1998, als man mit 4:1 aus Hin- und Rückspiel die Copa Libertadores gewann. In jüngster Zeit erzielte Romario das 1.000 Tor seiner Karriere - nach eigener Zählung - ebenfalls im São Januario. Vasco ist das einzige Team unter den Großen Vier im Staat, das über ein eigenes Stadion verfügt. Nach einer im Jahr 2002 durchgeführten Untersuchung des Travel Channel ist das São Januario eines der sieben besten Stadien der Welt, um ein Spiel zu sehen, neben anderen weltbekannten Arenen wie dem Camp Nou in Barcelona oder dem San-Siro-Stadion in Mailand.

Die wichtigsten Erfolge:
1 x Südamerikanische Klub-Meisterschaft: 1948
1 x Copa Libertadores: 1998
4 x Brasilianischer Meister: 1974, 1989, 1997, 2000
22 x Campeonato Cariocas: 1923, 1924, 1929, 1934, 1936, 1945, 1947, 1949, 1950, 1952, 1956, 1958, 1970, 1977, 1982, 1987, 1988, 1992, 1993, 1994, 1998, 2003

Legendäre Spieler:
Pascoal (1922-32), Fausto (1929-31 und 1933-34), Ademir de Menezes (1942-46 und 1948-56), Chico (1943-53), Barbosa (1944-62), Danilo (1945-53), Vava (1952-58), Bellini (1952-63), Roberto Dinamite (1971-79, 1980-89, 1990 und 1992-93), Romario (1985-88, 1999-2002, 2005-06 und 2007-08), Edmundo (1991-93, 1996-97, 1999-2000, 2003-04 und seit 2008), Juninho Pernambucano (1995-2001)


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Man muss Fußball nicht verstehen, man muss sich nur damit zurechtfinden!

zuletzt bearbeitet 24.09.2011 16:09 | nach oben springen
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