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Geschichte des Fußballs: Deutschland entdeckt den Fussball

in > GESCHICHTLICHES < 28.01.2012 11:46
von printmaster • Admin | 1.755 Beiträge

Das Fußballspiel soll in Deutschland erstmals 1874 von Konrad Koch eingeführt worden sein. Auf den Lehrer aus Braunschweig geht auch das 1875 veröffentlichte Regelwerk „Regeln des Fußball-Vereins der mittleren Classen des Martino-Catharineums“ zurück – in diesem werden bereits heute verbreitete Bezeichnungen wie „Halbzeit“, „Abseits“ oder „Eckball“ verwendet.

Durch die Dominanz des Turnens auf dem Gebiet der Leibesertüchtigung musste der Fußball in Deutschland viel länger um Anerkennung innerhalb der Gesellschaft kämpfen. In den Anfangsjahren wurde der „englische Sport“ vor allem von Briten, die beruflich im Kaiserreich zu tun hatten, praktiziert – in Darmstadt und Hannover gründeten sie 1878 beispielsweise erste Fußballklubs. Der Beitritt Deutscher zu diesen Vereinen war streng untersagt.

Erst zum Ende der 1880er Jahre setzte eine rasante Entwicklung, verbunden mit der Gründung zahlreicher Fußballvereine, ein. Es entstanden Klubs wie der „Berliner Fußball-Club Frankfurt“ (1885), der „SC Germania“ in Hamburg (1887) oder der „Berliner Fußballclub Germania“ (1888) – letzterer ist der älteste noch existierende Fußballverein Deutschlands. Die neu gegründeten Vereine waren in verschiedenen Verbänden organisiert, die teilweise nebeneinander existierten.

Das erste Städtespiel wurde 1896 auf deutschem Boden ausgetragen – Berlin gewann gegen Hamburg mit 13:0. 1887 fand das erste internationale Fußballspiel in Neuwied statt und zwei Jahre später trug Deutschland das erste, wenn auch inoffizielle, Länderspiel aus: Man unterlag England mit 2:13!

Am 28. Januar 1900 entstand in Leipzig der Deutsche Fußball-Bund (DFB) als übergeordneter Verband deutscher Fußballvereine. Dieser wurde von 86 Klubs gegründet – erster Präsident war Ferdinand Hueppe.

Im gleichen Jahr wurde die Sportart olympisch und der englische Verein Upton Park FC gewann in Paris das erste Fußballturnier bei einer Olympiade überhaupt.

Nun setzte auch in Deutschland ein großer Boom ein und Vereine schossen wie Pilze aus dem Boden. Noch im selben Jahr wurden beispielsweise der FC Bayern München, der 1. FC Kaiserslautern, Borussia Mönchengladbach oder Alemannia Aachen gegründet. Ab 1903 organisierte der DFB Endrunden um die deutsche Meisterschaft – den ersten Titel holte sich der VfB Leipzig.

Bis zur Gründung der Bundesliga (1963) existierte kein einheitlicher Liga-Spielbetrieb – der Deutsche Meister wurde unter den Ersten der einzelnen Oberliegen in Gruppenspielen und Finale ermittelt.

Ein wichtiger Meilenstein in der Entwicklung des Fußballs war die Konstituierung eines Weltverbandes am 21. Mai 1904 in Paris: der „Fédération Internationale de Football Association“ (FIFA). Der Niederländer Carl Hirschmann und der Franzose Robert Guérin gelten als zentrale Personen der Organisation, die zukünftig Länderspiele organisieren und internationalen Fußballregeln festlegen sollte. Der DFB trat wenige Stunden nach der Gründung als achtes Mitglied der FIFA bei.

Mit der Machtergreifung Hitlers begannen sich auch die Rahmenbedingungen für den Fußball in Deutschland zu ändern. Wie in alle Teilen der Gesellschaft, so musste das Idealbild der Nationalsozialisten im gesamten deutschen Sport, und damit auch im Verantwortungsbereich DFB, eingebracht werden. Dabei stießen die Machthaber innerhalb der Führungsebene des Fußballverbandes auf breite Unterstützung – in den letzten Jahren hat innerhalb des DFB eine Auseinandersetzung mit diesem Fehlverhalten seiner Funktionäre, wie Felix Linnemann, Josef Klein und Arthur Strenzel, begonnen.

1933 wurde der Hitlergruß im kompletten Verantwortungsbereich für verbindlich erklärt; nach dem Ermächtigungsgesetz im März 1933 entfernte der DFB alle Juden und Marxisten aus führenden Positionen und schloss diese auch als Mitglieder aus.

Durch die Gründung neuer Fachverbände, die ausschließlich berechtigt waren, Meisterschaften durchzuführen, verlor der Deutsche Fußball-Bund praktisch seine Existenzgrundlage. Auch die Einführung des Tschammer Pokals (1935) – eines deutschen Vereinspokals, den sich im ersten Jahr der 1. FC Nürnberg sicherte – konnte nicht vertuschen, dass der DFB entscheidungstechnisch neutralisiert war. Bereits 1938 führte Sepp Herberger die deutsche Elf in Alleinverantwortung zur Weltmeisterschaft in Frankreich – die komplette Führung des Fachverbandes Fußball und des DFB war unfähig, klare Entscheidungen zu treffen. Am 27. April 1940 beschloss eine Mitgliederversammlung schließlich die Auflösung des DFB zum 1. Juli 1940.

Nach der Aufhebung des mit Kriegsende verfügten Spielverbots gegen Deutschland am 7. Mai 1949 erfolgte am 21. Januar 1950 die Wiedergründung des DFB, der im September 1950 erneut in die FIFA eintrat. Auf nationaler Ebene wurde der Spielbetrieb weiterhin in einzelnen Oberligen organisiert, die in Gruppen- und Finalspiel den Meister ausspielten.

Auf dem Gebiet der DDR, die am 3. Juli 1950 den „Deutschen Fußball-Verband“ (DFV) gegründet hatte, ermittelte man bereits seit der Spielzeit 1949/50 in einer landesweiten DDR-Oberliga den Titelträger.

Auf Vorschlag des späteren DFB-Präsidenten Hermann Neuberger beschloss der DFB-Bundestag am 28. Juli 1962 in Dortmund schließlich die Einführung einer einheitlichen höchsten Spielklasse zur Saison 1963/64 – der Bundesliga. Die Einteilung der Spielklassen und die Modi sollten in den kommenden Jahren zahlreichen Modifikationen ausgesetzt werden.

Die größten Erfolge verbuchte die DFB-Auswahl mit den Weltmeistertiteln 1954, 1974 sowie 1990 und dem Gewinn der Europameisterschaft 1972, 1980, 1996. Die Nationalmannschaft der DDR konnte lediglich im Nachwuchsbereich einzelne Achtungserfolge verzeichnen. Am 21. November 1990 trat kurz zuvor gebildete „Nordostdeutsche Fußballverband“ (NOFV) dem DFB bei.

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Man muss Fußball nicht verstehen, man muss sich nur damit zurechtfinden!

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