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Lazio Roma ............... Italien

in > VEREINE NATIONAL - INTERNATIONAL < 10.02.2012 08:40
von printmaster • Admin | 1.755 Beiträge

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Roms ältester Fussballklub Lazio gilt in Italien als Symbol für ein ständiges Auf und Ab zwischen Glanzzeiten und Abstieg, mustergültiger Vereinsführung und Finanzkrise sowie ruhmreichen Titeln und Skandalen. Mit nur zwei italienischen Meistertiteln nehmen sich die Erfolge der Römer im Vergleich zu Europas Topklubs eher bescheiden aus. Dennoch schafft es die Traditionsadresse immer wieder, sowohl im sportlichen Bereich als auch auf anderen Gebieten für Schlagzeilen zu sorgen, gleichzeitig aber auch die schier unglaubliche Fähigkeit zu entwickeln, alle möglichen Krisen zu überwinden.

Im Übrigen zählen die Begegnungen zwischen Lazio und AS Rom zu den großen Klassikern des italienischen Fussballs, denn das römische Derby versetzt die Ewige Stadt regelmäßig in eine Art Ausnahmezustand.

Die Società Sportiva Lazio, so die offizielle Bezeichnung des Vereins, wurde am 9. Januar 1900 in Rom aus der Taufe gehoben. Damals hatten sich neun junge Römer, die sich vom Beispiel der Olympischen Spiele von 1896 in Athen inspirieren ließen, am Freiheitsplatz zusammengefunden, um ihre gemeinsame Begeisterung für den Sport auf eine organisierte Basis zu stellen. Aus diesem Grund wählten die Vereinsgründer mit ihrem ersten Präsidenten Luigi Bigiarelli ganz bewusst die griechischen Nationalfarben (Blau und Weiß) für ihre Vereinsfahne, die durch den römischen Adler als Symbol ergänzt wurde.

Lazio Rom ist ein vielseitiger Verein, in dem nicht weniger als 38 Sportarten vertreten sind. Damit gehört Lazio zu den größten Sportklubs seiner Art in Europa. Die Fussballabteilung besteht seit dem Jahr 1902. Im Jahr 1927 gelang es dem Milizgeneral Giorgio Vaccaro, die faschistische Nationale Partei davon zu überzeugen, Lazio nicht in den Zusammenschluss der in Rom ansässigen Vereine, der schließlich in die Gründung des AS Rom mündete, mit einzubeziehen. "Ein Vierteljahrhundert nach der Gründung sollte alles schon wieder vorbei sein", so die Sorge der damaligen Anhängerschaft von Lazio Rom.

Seither entfachen die Duelle mit dem Lokalrivalen AS Rom stets die Leidenschaft der Fans beider Klubs, die sich einen teils erbitterten Kampf um die Vorherrschaft in der mittelitalienischen Region um Rom liefern. Das Stadtderby zwischen beiden Mannschaften, das mindestens zwei Mal im Jahr im Olympia-Stadion stattfindet, gerät stets zum emotionalen Großereignis der besonderen Art, und zwar auf dem Spielfeld ebenso wie auf den Rängen.

Zu Beginn der 30er Jahre verpflichtete der damalige Klubpräsident Remo Zenobi mit Silvio Piola einen Spieler, der später zu einer legendären Größe des italienischen Fussballs aufstieg. Piola brachte es in der Serie A auf insgesamt 274 Treffer, davon 143 für Lazio Rom, dem Verein, dem er neun Spielzeiten lang die Treue hielt. Im Jahr 1937 verpasste Lazio trotz der 21 Saisontore von Piola nur knapp den Meistertitel hinter dem seinerzeit schier unschlagbaren FC Bologna.

Danach mussten die Römer noch bis zum Jahr 1958 warten, um dank eines 1:0-Finalsieges über AC Florenz im italienischen Pokal ihren ersten Titel einzufahren. Anfang der 60er Jahre schlitterte Lazio Rom in eine ernsthafte Krise und pendelte in der Folge mehrmals zwischen der Serie A und der Serie B hin und her. Ab 1969 brachte der neue Klubpräsident Umberto Lenzini jedoch frischen Wind in den angeschlagenen Verein. Mit Giuseppe Wilson und Giorgio Chinaglia holte er zwei junge Akteure ins Boot, die obwohl sie dem breiten Publikum noch unbekannt waren, bereits fünf Jahre später (1974) einen entscheidenden Anteil am Gewinn des ersten Scudetto in der Vereinsgeschichte hatten.

Nach dem Wiederaufstieg in die Serie A im Jahr 1973 schaffte es Lazio Rom unter dem charismatischen Trainer Tommaso Maestrelli auf Anhieb auf Rang drei der Abschlusstabelle, und das mit einer jungen Mannschaft, die sich überwiegend aus Spielern der eigenen Nachwuchsabteilung rekrutierte. Das gleiche Team bestätigte in der nachfolgenden Saison den vollzogenen Qualitätssprung und holte überraschend den Meistertitel, den ihm schon wegen der kritischen Finanzlage kaum jemand zugetraut hatte. Doch die Freude über den historischen Erfolg war nur von kurzer Dauer. Im Jahr 1976 verstarb Maestrelli plötzlich an den Folgen einer schweren Krankheit, und im Jahr darauf kam Lazio-Spielmacher Luciano Re Cecconi unter mysteriösen Umständen ums Leben.

Im Jahr 1980 rutschte der Verein in seine bis dahin schwerste Krise. Gleich mehrere Topspieler wurden verhaftet, woraufhin Lazio in die Serie B zwangsabsteigen musste. Ein weiterer Skandal folgte in der Saison 1985/1986. Zunächst wurde Lazio Rom sogar in die Serie C relegiert, später jedoch mit neun Strafpunkten in die Serie B eingestuft. Nachdem sie am 5. Juli 1987 in einem emotionsgeladenen Playoff-Spiel gegen Campobasso dank eines 1:0-Sieges dem drohenden Abstieg nur knapp entgangen waren, konnten sich die Biancocelesti unter dem Trainer Eugenio Fascetti im Jahr 1988 endlich wieder in Italiens Oberklasse etablieren.

Nach der Übernahme des Präsidentenamtes durch Sergio Cragnotti und dem Beginn der Karriere von Mittelfeldspieler Paolo di Canio, der in den Folgejahren zwar für viel Polemik sorgte, aber auch zum Publikumsliebling avancierte, wurden die 90er Jahre zu den erfolgreichsten der Klubgeschichte. Die Verpflichtung von internationalen Topstars wie Aron Winter, Paul Gascoigne, Diego Fuser und Giuseppe Signori sowie das Auftauchen eines Ausnahmespielers wie Alessandro Nesta verhalfen der Mannschaft schon bald zu einem Platz im oberen Tabellendrittel. Lazio-Präsident Cragnotti gelang es, mit Christian Vieri, Marcelo Salas, Sinisa Mihajlovic, Dejan Stankovic, Fernando Couto, Juan Sebastián Verón, Roberto Mancini und Pavel Nedved eine ganze Reihe weiterer Topspieler für sein Team zu gewinnen, das dann im Jahr 1999 mit Sven-Göran Eriksson als Trainer den letztmals ausgespielten Europapokal der Pokalsieger gewann und ein Jahr später sogar das italienische Double (Meisterschaft und Pokalsieg) schaffte.

Nach der Jahrtausendwende hatte Lazio Rom erneut mit finanziellen Problemen zu kämpfen. Folglich ging man bei Neueinkäufen mit größerer Sorgfalt vor und setzte wieder verstärkt auf den eigenen Nachwuchs. Und auch dieses Mal schuf die Arbeit des neuen Trainers Mancini Schritt für Schritt die Grundlagen, um wieder im Konzert der Großen mitmischen zu können.

Claudio Lotito, der Sergio Cragnotti als Vereinspräsident ablöste, musste sein Amt inmitten einer schweren Finanzkrise antreten, in der sich ein Schuldenberg von 110 Mio EUR aufgetürmt hatte. Dennoch fand Lazio Rom auch dieses Mal einen Ausweg aus der Krisensituation, indem man die Fristen für die Schuldentilgung bis auf 23 Jahre strecken konnte. Die damit verbundenen finanziellen Einschränkungen zwangen Lazio zu einer ausgewogenen Einkaufspolitik, die unter anderem in der Verpflichtung des erst 21-jährigen Torjägers Mauro Zarate aus Argentinien oder auch in der verstärkten Rekrutierung eigener Nachwuchskräfte ihren Niederschlag fand. Bislang scheint dieses Vorgehen auch zu greifen, denn die Biancocelesti belegen zu Beginn dieser Spielzeit einen Platz in der Spitzengruppe und rangieren vor allem noch vor dem Erzrivalen AS Rom.

Lazio trägt seine Heimspiele im Wechsel mit AS Rom im Olympiastadion von Rom aus. Eigentümer der im Jahr 1953 auf dem weitläufigen Gelände des Sportzentrums Foro Italico erbauten Spielstätte ist die Stadt Rom. Die offizielle Stadionweihe erfolgte am 17. Mai 1953 anlässlich eines Länderspiels zwischen Italien und Ungarn. Im Jahr 1960 war das Stadion Schauplatz der Olympischen Sommerspiele, bevor es 1968 und 1980 jeweils als Spielort der Fussball-Europameisterschaft diente. Damals fasste das Olimpico 82.000 Zuschauer.

Vor der Ausrichtung der Leichtathletik-WM 1987 und der FIFA Fussball-Weltmeisterschaft™ 1990 wurde das Stadion umgebaut und erweitert. Seitdem sind die die Zuschauertribünen mit einer Überdachung versehen. Am 29. Mai 2009 wird das Olimpico zum vierten Mal Austragungsort eines Finales in der UEFA Champions League bzw. im Europokal der Landesmeister (nach 1977, 1984 und 1996) sein. Um die strengen Sicherheitsauflagen zu erfüllen, wurden in den vergangenen Jahren mehrere Umbaumaßnahmen realisiert und das Fassungsvermögen auf 72.698 Plätze reduziert.

Die wichtigsten Erfolge:
2x italienischer Meister: 1974, 2000
4x italienischer Pokalsieger: 1958, 1998, 2000, 2004
1x Gewinner des Europapokals der Pokalsieger: 1999
1x Gewinner des europäischen Supercups: 1999
2x italienischer Supercupsieger: 1998, 2000

Legendäre Spieler:
Silvio Piola (1934-43), Giorgio Chinaglia (1969-76), Vincenzo D'Amico (1970-86), Bruno Giordano (1975-80 1982-85), Paolo Di Canio (1985-86, 1987-90, 2004-06), Michael Laudrup (1983-85), Giuseppe Favalli(1992-2004), Alessandro Nesta (1993-2002), Pierluigi Casiraghi (1993-98), Giuseppe Signori (1992-98), Pavel Nedved (1996-2001), Roberto Mancini (1997-2000), Dejan Stankovic (1998-2003), Fernando Couto (1998-2005), Sinisa Mihajlovic (1998-2004), Diego Simeone (1999-2003), Angelo Peruzzi (2000-07), Dino Baggio (2000-03, 2004-05), Hernan Crespo (2000-02)
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Man muss Fußball nicht verstehen, man muss sich nur damit zurechtfinden!

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